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Literaturgespräch

Verbrannte Bücher

Kann man Ideen und Gedanken auslöschen - Stimmen zum Schweigen zu bringen?

Bereits zum 10. Mal führen wir ein Literaturgespräch durch, diesmal zum Thema "Verbrannte Bücher". Drei Brüder unserer Loge orchestrieren den Abend und diskutieren über die nachfolgend beschriebenen Bücher.
 

Erich Kästner - Fabian
Philipp Roth
Slaman Rushdie

Erich Kästner 
Fabian
Berlin 1931. Die Welt ist konfus, bezahlte Arbeit selten, der Nationalsozialismus macht sich breit. Mittendrin: Jakob Fabian, um die 25,  studierter Germanist, lebt ziemlich illusionslos in den Tag bzw.in die Nacht hinein. Groteskes erscheint vordergründig lustig, dann zunehmend erschreckend. Erich Kästner konnte das (be-)schreiben, wie kaum ein anderer. 

Joseph Roth 
Hiob
Wie halte ich Schicksalsschläge immer wieder aus? Reicht es nicht, wenn dem Juden Mendel Singer die ersten beiden Söhne im I. Weltkrieg fallen, die Tochter in der Irrenanstalt landet und das vierte Kind, Menuchim, schwerst behindert/epileptisch ist? Wie kommt Joseph Roth zu seinem unverwechselbar klaren Stil? Und weshalb geht Roth selbst an seinem Schicksal 1939 zugrunde?

Salman Rushdie
Die satanischen Verse
Nicht nur wurde das Buch in vielen islamischen Staaten verboten, sondern gegen seinen Autor und die an der Buchpublikation Beteiligten wurde 1989 eine Fatwa (Todesurteil) verhängt, in dessen Folge Rushdie im Jahr 1992 persönlich angegriffen und schwer verletzt wurde. Die satanischen Verse bezeichnen angeblich gelöschte Koranverse. Es ist ein kulturumspannender Roman, ein tiefgründiges Porträt einer Zeit gesellschaftlichen Umbruchs mit Voraussagen auf die heutigen Entwicklungen. 


Interessierte sind herzlich eingeladen dem Forum beizuwohnen. 
Anschliessend offerieren die Odd Fellows Baden einen Umtrunk.